Ratgeber · Glossar

SEO-Glossar: Begriffe einfach erklärt

Von Alt-Text bis YMYL: 60 Begriffe aus SEO und KI-Suche, jeweils in ein, zwei Sätzen erklärt. Wo es einen passenden Ratgeber gibt, ist er verlinkt.

Wenn dir in einem Angebot oder Bericht ein Begriff unklar ist, such ihn hier. Das SEO-Glossar ist alphabetisch sortiert. Längere Erklärungen findest du in den verlinkten Artikeln und in der Übersicht aller Ratgeber.

SEO-Glossar von A bis Z

A

AI Overviews (Übersicht mit KI): Von KI erstellte Zusammenfassungen, die Google über den normalen Treffern zeigt, in Deutschland seit 26.03.2025. Was das für Klicks bedeutet, steht im Ratgeber Übersicht mit KI.

Alt-Text: Eine kurze Beschreibung eines Bildes im Code. Google nennt guten Alt-Text wichtig, weil er erklärt, was das Bild mit dem Inhalt zu tun hat.

Anchor-Text (Linktext): Der klickbare Text eines Links. „Mehr zur Badsanierung“ sagt Lesern und Google mehr als „hier klicken“.

B

Backlink: Ein Link von einer anderen Website auf deine. Links zu kaufen, um Rankings zu beeinflussen, ist laut Googles Spam-Richtlinien Link-Spam.

Bing Places: Das Firmenverzeichnis von Microsoft, vergleichbar mit dem Google-Unternehmensprofil. Die Einrichtung erkläre ich unter Bing Places und Apple Business Connect.

Breadcrumb: Der Seitenpfad, etwa Start, Ratgeber, Glossar. Google zeigt ihn seit Januar 2025 nur noch am Desktop, dort anstelle der URL.

C

Canonical: Eine Angabe im Code, welche Adresse die Hauptversion einer Seite ist. Das hilft, wenn derselbe Inhalt unter mehreren URLs erreichbar ist.

CLS (Cumulative Layout Shift): Misst, wie stark Inhalte beim Laden verrutschen. Gut ist laut Google ein Wert bis 0,1.

Core Web Vitals: Drei Messwerte von Google für Ladezeit, Reaktion und Stabilität einer Seite: LCP, INP und CLS. Alles dazu im Ratgeber Core Web Vitals.

Crawler: Ein Programm, das Websites automatisch abruft und liest. Der bekannteste ist der Googlebot.

Crawl-Budget: Wie viele Seiten einer Website Google in einem Zeitraum abruft. Für kleine Firmen-Websites spielt das praktisch keine Rolle.

CTR (Klickrate): Klicks geteilt durch Impressionen. Eine niedrige Klickrate bei vielen Impressionen spricht oft für einen schwachen Seitentitel.

D

Doorway-Seiten (Brückenseiten): Viele fast gleiche Seiten, die nur gebaut werden, um für ähnliche Suchen zu ranken. Google zählt das zu Spam.

Duplicate Content: Derselbe Inhalt unter mehreren Adressen. Laut Google ist das kein Verstoß gegen die Spam-Richtlinien, kann aber die Nutzererfahrung verschlechtern.

E

E-E-A-T: Erfahrung, Fachwissen, Autorität und Vertrauen. Laut Google ist Vertrauen der wichtigste Teil, und E-E-A-T selbst ist kein einzelner Rankingfaktor.

F

FAQ-Schema: Strukturierte Daten für Fragen und Antworten. Als Rich Result zeigt Google sie seit 07.05.2026 nicht mehr, gültig bleibt das Markup trotzdem. Erstellen kannst du es mit dem FAQ-Schema-Generator.

Felddaten: Messwerte von echten Besuchern. Die Core Web Vitals in der Search Console beruhen darauf, Labordaten aus einem Test wie PageSpeed Insights helfen dagegen bei der Fehlersuche.

G

GEO (Generative Engine Optimization): Inhalte so aufbauen, dass KI-Suchen dich als Quelle nutzen. Laut Google ist das aus Sicht der Google-Suche „still SEO“. Mehr im Ratgeber Was ist GEO?.

Google-Unternehmensprofil: Dein kostenloser Firmeneintrag in Google Maps und der Suche. Für lokale Firmen oft wichtiger als die Website selbst.

Googlebot: Der Crawler von Google. Er nutzt für die Indexierung in der Regel die mobile Version deiner Seite.

H

HowTo-Schema: Strukturierte Daten für Anleitungen. Die Rich Results dazu hat Google 2023 eingestellt, Details im Ratgeber Strukturierte Daten.

I

Impressionen: Wie oft deine Seite in den Google-Ergebnissen erschienen ist. Ein Klick ist dafür nicht nötig.

Index: Das Verzeichnis aller Seiten, die Google kennt und anzeigen kann. Nur Seiten im Index können ranken.

INP (Interaction to Next Paint): Misst, wie schnell eine Seite auf Klicks und Tippen reagiert. Gut ist laut Google ein Wert bis 200 Millisekunden.

Interne Links: Links zwischen den Seiten deiner eigenen Website. Sie helfen Besuchern und Google, Zusammenhänge zu verstehen.

J

JSON-LD: Das Format, in dem man strukturierte Daten meist in den Code schreibt. Google empfiehlt es in den meisten Fällen.

K

Keyword: Ein Suchbegriff, den Menschen bei Google eingeben. Wie du die richtigen findest, steht im Ratgeber Keyword-Recherche.

Keyword-Kannibalisierung: Mehrere eigene Seiten konkurrieren um denselben Suchbegriff. Besser ist eine starke Seite pro Thema.

Keyword-Stuffing: Einen Begriff unnatürlich oft wiederholen. Das verstößt laut Google gegen die Spam-Richtlinien.

KI-Modus: Ein eigener Suchmodus von Google, in dem eine KI ausführlich antwortet, in Deutschland seit Oktober 2025. Mehr im Ratgeber Google KI-Modus.

Knowledge Panel: Der Infokasten rechts oder oben in der Suche, etwa mit Adresse, Öffnungszeiten und Bewertungen einer Firma.

L

LCP (Largest Contentful Paint): Misst, wann das größte sichtbare Element einer Seite fertig geladen ist. Gut ist laut Google ein Wert bis 2,5 Sekunden.

llms.txt: Eine Textdatei, die KI-Systemen zeigen soll, was auf einer Website wichtig ist. Für die Google-Suche ist sie laut Google nicht nötig, mehr dazu im Ratgeber llms.txt.

Local SEO: Alles, was dich bei Suchen mit Ortsbezug sichtbar macht, etwa „Zahnarzt Ludwigsburg“. Dazu gehören Website, Google-Profil und Bewertungen.

M

Meta-Description: Ein kurzer Beschreibungstext im Code einer Seite. Google nutzt ihn für das Snippet, wenn er die Seite besser beschreibt als der Text selbst.

Meta-Keywords: Ein altes Feld für Suchbegriffe im Code. Google nutzt es laut eigener Aussage nicht.

Mobile-First-Indexierung: Google nutzt die mobile Version einer Website zum Indexieren und Ranken. Deshalb muss die Handy-Ansicht vollständig sein.

N

NAP: Name, Adresse, Telefonnummer. Diese Angaben sollten auf Website, Google-Profil und in Verzeichnissen gleich sein.

noindex: Eine Anweisung, die Google sagt, eine Seite nicht in den Index aufzunehmen. Laut Google ist das der richtige Weg, nicht die robots.txt.

nofollow: Ein Zusatz an einem Link, der signalisiert, dass du die Zielseite nicht empfiehlst. Üblich etwa bei bezahlten Links oder Kommentaren.

O

Offpage-SEO: Alles außerhalb deiner Website, das deine Sichtbarkeit beeinflusst, etwa Erwähnungen, Bewertungen und Links.

Onpage-SEO: Alles auf deiner Website: Themen, Titel, Überschriften, Texte, Bilder und interne Links.

Organische Ergebnisse: Die normalen, unbezahlten Treffer bei Google. Das Gegenstück sind Anzeigen, etwa über Google Ads.

P

PageSpeed Insights: Ein kostenloses Werkzeug von Google, das Ladezeit und Core Web Vitals einer Seite misst.

Position (durchschnittliche): Der Schnitt, wie weit oben dein bestes Ergebnis in der Google-Suche stand. Eine feste Platzierung ist das nicht.

R

Relaunch: Eine neue Website, die eine alte ersetzt. Ohne saubere Weiterleitungen gehen dabei oft Rankings verloren.

Rich Results (Rich Snippets): Erweiterte Suchergebnisse mit Zusatzinfos wie Logo, Preis oder Datum. Was davon 2026 noch geht, steht im Ratgeber Strukturierte Daten.

robots.txt: Eine Datei, die Crawlern sagt, welche Bereiche sie abrufen dürfen. Laut Google ist sie kein Mittel, um Seiten aus dem Index zu halten.

S

Search Console: Das kostenlose Google-Werkzeug, das zeigt, wie deine Seite in der Suche abschneidet. Einrichtung im Ratgeber Search Console.

SERP: Die Seite mit den Suchergebnissen. Wie dein Eintrag dort aussieht, kannst du mit dem SERP-Snippet-Generator testen.

Sitemap: Eine Datei, die Google alle wichtigen Seiten deiner Website auflistet. Du reichst sie in der Search Console ein.

Snippet: Der Text unter dem Titel eines Suchergebnisses. Google erstellt ihn meist selbst aus dem Seiteninhalt.

Spam-Richtlinien: Googles Regeln, welche Tricks verboten sind, etwa gekaufte Links oder versteckter Text. Sie gelten laut Google auch für KI-Antworten in der Suche.

Strukturierte Daten: Maschinenlesbare Angaben im Code nach dem Vokabular von schema.org, zum Beispiel zu Firma, Adresse oder Artikel. Sie können Rich Results möglich machen, garantieren sie aber nicht.

Suchintention: Die Absicht hinter einer Suche, etwa informieren, vergleichen oder beauftragen. Die passende Seite muss zu dieser Absicht passen.

T

Technisches SEO: Alles, was dafür sorgt, dass Google deine Seite abrufen, verstehen und schnell ausliefern kann. Dazu gehören Ladezeit, Weiterleitungen, Sitemap und Indexierung.

Title-Tag (Seitentitel): Der Titel einer Seite im Code, meist die blaue Zeile in den Suchergebnissen. Google rät zu kurzen, beschreibenden Titeln statt „Home“.

U

URL-Prüftool: Eine Funktion der Search Console, die für eine einzelne Adresse zeigt, ob sie im Index ist und wie Google sie sieht.

W

Weiterleitung (301): Eine dauerhafte Umleitung von einer alten auf eine neue Adresse. Beim Relaunch ist sie Pflicht für jede geänderte URL.

Y

YMYL (Your Money or Your Life): Themen, die Gesundheit, Finanzen oder Sicherheit von Menschen stark betreffen können. Laut Google gewichten die Systeme dort Inhalte mit starkem E-E-A-T noch höher.

Begriffe, die oft verwechselt werden

SEO-Check und SEO-Audit: Der Check ist ein schneller Überblick, das Audit eine gründliche Analyse mit Prioritäten. Wie die Preise dafür am Markt aussehen, steht im Ratgeber Was kostet SEO.

Impressionen und Klicks: Eine Impression heißt nur, dass du gezeigt wurdest. Erst der Klick bringt einen Besucher.

Index und Ranking: Im Index zu sein heißt nur, dass Google die Seite kennt. Wo sie erscheint, ist eine zweite Frage.

Wenn du nach den Begriffen loslegen willst, ist die SEO-Checkliste der beste nächste Schritt.

Häufige Fragen

Was versteht man unter SEO?

SEO steht für Suchmaschinenoptimierung, englisch Search Engine Optimization. Gemeint ist alles, was eine Website für Suchende und Suchmaschinen verständlicher und nützlicher macht: Technik, Inhalte, Struktur und bei lokalen Firmen das Google-Unternehmensprofil. Bezahlte Anzeigen gehören nicht dazu.

Was ist der Unterschied zwischen SEO und SEA?

SEO betrifft die unbezahlten Suchergebnisse, für Klicks dort zahlst du nichts. SEA steht für Search Engine Advertising, also bezahlte Anzeigen wie bei Google Ads. SEA wirkt sofort und endet mit dem Budget, SEO braucht länger. Was Anzeigen kosten, steht unter Google Ads Kosten.

Kann ich SEO selbst machen?

Vieles ja, vor allem bei einer kleinen Website: gute Titles, klare Leistungsseiten, ein gepflegtes Google-Profil und die Search Console im Blick. Schwieriger wird es bei technischen Fehlern oder wenn du nicht weißt, wo du anfangen sollst. Zum Abhaken gibt es die SEO-Checkliste.

Welche SEO-Begriffe sollte ich als Firmeninhaber kennen?

Für den Alltag reichen wenige. Title-Tag und Meta-Description bestimmen, wie dein Suchergebnis aussieht. Index sagt, ob Google eine Seite überhaupt aufgenommen hat. Dazu kommen Suchintention, Google-Unternehmensprofil und Search Console, alle stehen oben mit kurzer Erklärung.

Quellen

  1. Google Search Central: SEO-Startleitfaden (Stand 2026-10-29)
  2. Google Search Central: Einführung in robots.txt (Stand 2026-10-29)
  3. Google Search Central: Hilfreiche, zuverlässige Inhalte (E-E-A-T, YMYL) (Stand 2026-10-29)
  4. Google Search Central: Spam-Richtlinien (Stand 2026-10-29)
  5. Google Search Central: Mobile-First-Indexierung (Stand 2026-10-29)
  6. Search Console Hilfe: Bericht „Core Web Vitals“ (Stand 2026-10-29)
  7. Search Console Hilfe: Leistungsbericht (Stand 2026-10-29)
  8. Google Search Central: Search Gallery und Latest documentation updates (Stand 2026-10-29)
  9. Google Search Central: Optimizing for generative AI features (Stand 2026-10-29)