Ratgeber · Kosten

Was kostet SEO? Ehrliche Antworten

Stundensatz, Projekt oder Monatspauschale: Hier siehst du, welche Preisrahmen aktuelle Marktübersichten nennen, wovon der Preis abhängt und woran du ein schlechtes Angebot schnell erkennst.

Was kostet SEO? Die ehrliche Antwort: Es hängt davon ab, wie groß deine Website ist, wie stark die Konkurrenz ist und wie viel du selbst machst. Damit du trotzdem eine Vorstellung bekommst, habe ich aktuelle Marktübersichten zusammengetragen. Alle Zahlen stammen aus den verlinkten Quellen, nicht von mir.

Was kostet SEO laut aktuellen Marktübersichten?

ModellPreisrahmenQuelle
Stundensatz SEO-Freelancer, Median (DACH)80 € pro Stunde, mittlere Hälfte 60–100 €freelancermap, 09/2026
Stundensatz Freelancer80–120 € pro StundeAhrefs, 07/2026
Stundensatz Agentur100–180 € pro StundeAhrefs, 07/2026
Monatlich, kleine und mittlere Firmenmeist 800–2.500 €Ahrefs, 07/2026
Monatlich, Freelancer400–1.000 €techsy.io, 10/2026
Monatlich, kleine Agentur800–2.000 €techsy.io, 10/2026
Monatlich, mittlere Agentur2.000–4.500 €techsy.io, 10/2026
Monatlich, KMU-Standardtypisch 1.000–3.000 €business-on.de, 09/2026
Projekt: technisches SEO-Audit1.000–5.000 €Ahrefs, 07/2026
Projekt: Keyword-Recherche500–2.000 €Ahrefs, 07/2026
Local SEO, monatlich500–2.000 €Ahrefs, 07/2026

Lies die Tabelle mit etwas Abstand. Ahrefs schreibt selbst, dass die Gesamtkosten auf der eigenen Einschätzung beruhen. Die Zahlen von freelancermap sind Angebotspreise aus 2.744 Freelancer-Profilen, also keine verhandelten Honorare. Und business-on.de betont, dass echte Angebote abweichen können.

Was du trotzdem ablesen kannst: Die Spannen überschneiden sich stark. Ein Freelancer ist nicht automatisch billig, eine Agentur nicht automatisch teuer. Den Unterschied machen Umfang und Qualität der Arbeit.

Wovon der Preis abhängt

  • Größe der Website: Eine Seite mit zehn Unterseiten braucht weniger Arbeit als ein Auftritt mit 200 Seiten.
  • Ausgangszustand: Wenn Technik und Struktur schon sauber sind, geht es schneller. Wenn erst Fehler aufgeräumt werden müssen, dauert es länger.
  • Wettbewerb: Ein Elektriker in einer Kleinstadt hat meist weniger Konkurrenz als eine Zahnarztpraxis in Stuttgart.
  • Ziel: Lokale Sichtbarkeit in einer Region ist ein anderes Projekt als deutschlandweite Reichweite.
  • Texte: Wer neue Inhalte schreibt, du oder der Dienstleister, verändert den Aufwand deutlich.
  • Deine Mitarbeit: Wenn du Fotos, Infos und Freigaben schnell lieferst, spart das Zeit und Geld.

Die drei üblichen Preismodelle

Stundensatz

Du zahlst die tatsächlich gearbeitete Zeit. Das passt für Beratung, kleine Aufgaben oder wenn du nur eine zweite Meinung willst. Lass dir vorher eine Schätzung geben, sonst weißt du nicht, wo du am Ende landest.

Projektpreis

Ein fester Preis für ein klar umrissenes Paket, etwa ein Audit oder die Optimierung bestimmter Seiten. Das ist planbar. Achte darauf, dass im Angebot steht, was genau geliefert wird und was nicht dazugehört.

Monatliche Betreuung

Ein fester Betrag pro Monat für laufende Arbeit. Das lohnt sich, wenn regelmäßig etwas passieren soll: neue Seiten, Texte, Auswertungen, Pflege des Google-Profils. Ohne klare Liste, was pro Monat passiert, ist dieses Modell am schwersten zu prüfen.

Was SEO bei mir kostet

Ich nenne hier keine festen Beträge, weil jedes Projekt anders ist. Du bekommst nach einem kurzen Gespräch ein festes Angebot, in dem steht, was ich mache und was nicht. Wie ich Preise grundsätzlich aufbaue, steht auf der Seite Preise.

Wenn du erst einmal wissen willst, wo deine Website steht, ist der SEO-Check der einfachste Einstieg. Für eine gründliche Prioritätenliste gibt es das SEO-Audit.

Woran du schlechte SEO-Angebote erkennst

Google selbst warnt auf seiner Seite „Do you need an SEO?“ vor einigen Mustern. Ich ergänze sie um das, was ich in Angeboten oft sehe.

  • Platz-1-Garantie: Laut Google kann niemand eine Nummer-1-Platzierung garantieren. Wer das verspricht, sagt dir nicht die Wahrheit.
  • „Besondere Beziehung zu Google“ oder „bevorzugte Anmeldung“: Auch davor warnt Google ausdrücklich. So etwas gibt es nicht.
  • Anmeldung bei Hunderten Suchmaschinen: Laut Google bringt das in der Regel nichts für dein Ranking.
  • Backlink-Pakete: Links gegen Geld zu kaufen, um Rankings zu beeinflussen, zählt laut Googles Spam-Richtlinien als Link-Spam.
  • Keine Leistungsbeschreibung: Wenn nur „SEO-Optimierung“ draufsteht, kannst du nicht prüfen, was passiert.
  • Lange Bindung ohne Ausstieg: Zwölf Monate Laufzeit ohne klare Leistungen pro Monat sind ein Warnzeichen.
  • Du bekommst keine Zugänge: Search Console, Google-Profil und Website-Zugänge sollten dir gehören, nicht dem Dienstleister.
  • Kalte E-Mails mit Alarm: „Ihre Website ist bei Google nicht gelistet“ von Unbekannten ist laut Google ein klassisches Spam-Muster.

So vergleichst du zwei Angebote

  1. Lass dir aufschreiben, welche Aufgaben im Preis stecken, Punkt für Punkt.
  2. Rechne grob in Stunden um. So siehst du, ob Preis und Umfang zusammenpassen.
  3. Prüfe Laufzeit und Kündigung. Was passiert nach drei Monaten, wenn du unzufrieden bist?
  4. Frag, wer die Arbeit macht. Der Verkäufer im Erstgespräch ist nicht immer die Person, die später an deiner Seite arbeitet.
  5. Kläre, was dir am Ende gehört: Texte, Konten, Daten.
  6. Frag, wie und wie oft berichtet wird und woran Erfolg gemessen wird.

Mehr zur Frage, ob eine Agentur oder ein Einzelner besser passt, steht im Ratgeber SEO-Agentur oder Freelancer. Wenn du gleichzeitig über Werbung nachdenkst: Was Google Ads kostet ist eine ganz andere Rechnung, weil dort jeder Klick bezahlt wird. Und falls die Website selbst neu muss, hilft der Ratgeber Was kostet eine Website.

Was du ohne Budget selbst machen kannst

Manches kostet nur Zeit. Die Google Search Console ist laut Google ein kostenloser Dienst. Sie zeigt dir, mit welchen Suchbegriffen Leute deine Seite finden. Wie du sie einrichtest, erkläre ich im Ratgeber zur Search Console.

Auch die SEO-Checkliste kannst du allein durchgehen. Viele Punkte, wie ein vollständiges Google-Profil oder klare Seitentitel, brauchen keinen Dienstleister. Wenn du danach merkst, dass dir Zeit oder Technik fehlen, weißt du zumindest genau, wofür du Hilfe brauchst. Das macht jedes Angebot leichter zu vergleichen.

Häufige Fragen

Warum unterscheiden sich die Preisspannen je nach Quelle so stark?

Die Quellen messen Verschiedenes. freelancermap wertet Stundensätze aus Freelancer-Profilen aus, Ahrefs nennt eigene Einschätzungen, techsy.io unterscheidet nach Größe des Anbieters. Nimm die Zahlen als groben Rahmen, nicht als Preisliste.

Ist ein günstiges Monatspaket automatisch schlecht?

Nein. Ein kleines Paket kann gut passen, wenn klar drinsteht, was jeden Monat passiert. Schwierig wird es, wenn nur „Optimierung“ draufsteht und du nicht nachvollziehen kannst, wofür du zahlst.

Reicht ein einmaliges Projekt statt laufender Betreuung?

Oft ja, gerade am Anfang. Ein Audit mit klarer Liste zeigt, was zuerst dran ist. Manches kannst du danach selbst umsetzen. Laufende Betreuung lohnt sich eher, wenn regelmäßig neue Inhalte oder Seiten entstehen sollen.

Wie viel kostet eine SEO-Agentur im Monat?

Laut techsy.io liegen kleine Agenturen meist bei 800 bis 2.000 Euro im Monat, mittlere bei 2.000 bis 4.500 Euro. Ahrefs nennt für Agenturen Stundensätze von 100 bis 180 Euro. Das sind grobe Rahmen, echte Angebote können deutlich abweichen.

Kann ich SEO selbst machen?

Einen Teil davon ja. Search Console einrichten, Seitentitel verbessern und das Google-Profil pflegen kostet vor allem Zeit. Für Technik, Struktur und eine saubere Strategie lohnt sich oft ein Blick von außen. Womit du anfangen kannst, zeigt die SEO-Checkliste.

Quellen

  1. freelancermap: Was kostet ein SEO-Freelancer? Preise und Stundensätze 2026 (veröffentlicht 28.09.2026) (Stand 2026-10-29)
  2. Ahrefs: SEO-Kosten (Artikel vom 27.07.2026) (Stand 2026-10-29)
  3. techsy.io: Traditionelle SEO-Agentur vs. KI (aktualisiert 21.10.2026) (Stand 2026-10-29)
  4. business-on.de: SEO-Agenturen, Richtwerte Stand 09/2026 (Stand 2026-10-29)
  5. Google Search Central: Do you need an SEO? (Stand 2026-10-29)
  6. Google Search Central: Spam-Richtlinien (Link-Spam) (Stand 2026-10-29)
  7. Google Search Console Hilfe: Informationen zur Search Console (Stand 2026-10-29)