Laut DataForSEO (Google Ads, Deutschland, Oktober 2026) fragen rund 480 Menschen im Monat bei Google: Was kostet eine Website? Die Antwort „kommt drauf an“ ist richtig, hilft aber niemandem. Deshalb hier die Zahlen, die es gibt, mit Quelle, und die Fragen, die den Preis wirklich bestimmen.
Was kostet eine Website: veröffentlichte Preisrahmen
Die ausführlichste aktuelle Übersicht, die ich gefunden habe, stammt von Sellwerk, einem Anbieter von Marketingdienstleistungen (Artikel vom 17.08.2026). Sellwerk schreibt selbst, dass es keine offizielle Statistik gibt. Die Spannen beruhen auf veröffentlichten Preisen von Agenturen und Freelancern. Alle Angaben sind netto.
| Weg | Einmalig | Laufend pro Monat |
|---|---|---|
| Baukasten (z. B. Wix, Jimdo) | 0 bis 500 Euro plus eigene Zeit | 15 bis 40 Euro |
| WordPress selbst aufgesetzt | 100 bis 500 Euro | 10 bis 40 Euro |
| Freelancer, 3 bis 10 Seiten | 800 bis 5.000 Euro | 20 bis 60 Euro |
| Kleine Agentur, 5 bis 10 Seiten | 2.500 bis 8.000 Euro | 40 bis 120 Euro |
| Agentur mit Konzept und eigenem Design | 5.000 bis 25.000 Euro | 50 bis 250 Euro |
Quelle: Sellwerk, Was kostet eine Website für KMU?
Das Vergleichsportal EXPERTE.de kommt auf ähnliche Größenordnungen: rund 1.000 bis 5.000 Euro beim Freelancer und 1.500 bis 20.000 Euro bei einer Agentur, jeweils nach oben offen. Als übliche Stundensätze nennt EXPERTE.de 50 bis 100 Euro bei Freelancern und 80 bis 150 Euro bei Agenturen.
Die Spannen sind breit, weil „Website“ alles heißen kann. Eine Seite mit Kontaktdaten für einen Hausmeisterservice und ein Auftritt mit 40 Unterseiten für eine Steuerkanzlei sind zwei verschiedene Produkte.
Was den Preis wirklich bestimmt
Fünf Fragen entscheiden fast immer über den Preis:
- Wie viele Seiten? Jede Leistung, die bei Google gefunden werden soll, braucht eine eigene Seite. Ein Elektriker mit Photovoltaik, Wallbox und Smart Home hat schnell zehn Seiten zusammen.
- Wer schreibt die Texte? Texte sind oft der größte Zeitposten. Gute Texte für die Suche kosten mehr als ein Platzhalter, den du später selbst füllst.
- Vorlage oder eigenes Design? Eine angepasste Vorlage ist günstiger als ein Entwurf von null.
- Welche Funktionen? Kontaktformular ist Standard. Online-Terminbuchung, Mehrsprachigkeit oder Stellenportal kosten extra. Sellwerk nennt für eine zweite Sprache einen Aufschlag von 20 bis 40 Prozent.
- Wie viel Grundlage für Google? Saubere Seitentitel, Struktur, Ladezeit und strukturierte Daten machen mehr Arbeit, als man sieht. Ohne sie bleibt die Website oft unsichtbar.
Laufende Kosten, die gern vergessen werden
Eine Website ist nach dem Start nicht fertig. Diese Posten kommen regelmäßig:
| Posten | Richtwert laut Sellwerk |
|---|---|
| Hosting (Shared) | 5 bis 15 Euro im Monat |
| Hosting (Managed) | 15 bis 60 Euro im Monat |
| Domain (.de, .com) | etwa 5 bis 20 Euro im Jahr |
| SSL-Zertifikat | oft beim Hoster inklusive, sonst etwa 50 bis 200 Euro im Jahr |
| Gesamte laufende Kosten | typisch 50 bis 250 Euro im Monat |
Dazu kommen Posten, die in solchen Tabellen oft fehlen:
- Wartung: WordPress, Theme und Plugins brauchen regelmäßig Updates, dazu Backups und eine Prüfung danach. Sellwerk weist darauf hin, dass du ohne Wartungsvertrag zwar Geld sparst, das Risiko aber selbst trägst.
- Lizenzen: Viele Pagebuilder und Plugins kosten jährlich. Was das bei Elementor und Breakdance aktuell kostet, steht im Vergleich Elementor oder Breakdance.
- Inhalte pflegen: neue Fotos, geänderte Öffnungszeiten, neue Leistungen. Das kostet entweder deine Zeit oder Geld.
- Pflichtangaben: Ein Impressum gehört für geschäftliche Websites dazu, geregelt in § 5 Digitale-Dienste-Gesetz. Dazu kommt die Datenschutzerklärung. Frag, ob das im Angebot enthalten ist oder ob du es selbst besorgst.
Wie ich die Pflege für WordPress-Seiten mit Elementor und Breakdance übernehme, steht unter WordPress-Wartung.
Lockangebote erkennen
Angebote wie „Website ab 0 Euro“ oder „Profi-Homepage für 9 Euro im Monat“ sind nicht automatisch unseriös. Oft steckt aber ein Modell dahinter, das sich über die Laufzeit rechnet. Achte auf diese Punkte:
- Lange Mindestlaufzeit. Rechne den Monatspreis über die gesamte Laufzeit hoch. Aus 49 Euro im Monat werden bei 36 Monaten 1.764 Euro.
- Domain auf den Anbieter. Wenn die Domain auf den Dienstleister läuft, hängst du an ihm. Die Domain sollte auf dich eingetragen sein.
- Keine Mitnahme. Frag, ob du Inhalte und Website bei einer Kündigung mitnehmen kannst. Bei manchen Mietmodellen gehört dir am Ende nichts.
- „SEO inklusive“ ohne Erklärung. Lass dir zeigen, was damit konkret gemeint ist. Ein Häkchen im Angebot ist keine Optimierung.
- Unklarer Umfang. „Bis zu 5 Seiten“ klingt gut, bis klar wird, dass Impressum und Datenschutz mitzählen.
- Bilder ohne Lizenzklärung. Frag, woher die Fotos kommen und ob die Nutzungsrechte geklärt sind.
- Änderungen extra. Prüf, was jede Textänderung nach dem Start kostet.
Ein ehrliches Angebot sagt dir klar, was enthalten ist, was nicht und was danach monatlich anfällt.
So vergleichst du Angebote fair
Leg allen Anbietern dieselbe kurze Liste vor:
- Welche Seiten brauchst du? Startseite, Leistungen einzeln, Über uns, Kontakt, Impressum, Datenschutz.
- Wer liefert Texte und Fotos?
- Welche Funktionen sind Pflicht, welche wären schön?
- Wer kümmert sich nach dem Start um Updates und Backups?
- Wem gehören Domain, Zugangsdaten und Inhalte?
Mit denselben Fragen bekommst du vergleichbare Angebote. Ohne sie vergleichst du Äpfel mit Birnen.
Was eine Website bei mir kostet
Ich baue Websites in HTML oder mit WordPress und dem Pagebuilder Breakdance, mit Blick auf Google von Anfang an. Der Preis hängt an den Punkten oben, deshalb gibt es bei mir keine Pauschale von der Stange: Preis auf Anfrage. Du bekommst nach einem kurzen Gespräch ein festes Angebot, in dem steht, was drin ist und was später monatlich anfällt.
Wie ein Projekt bei mir abläuft, steht unter Webdesign. Hast du schon eine Seite, die nur in die Jahre gekommen ist, ist ein Redesign oft günstiger als ein Neubau. Einen Überblick über alle Leistungen findest du unter Preise.
Häufige Fragen
Gibt es offizielle Durchschnittspreise für Websites?
Nein. Sellwerk schreibt in seiner Übersicht ausdrücklich, dass es keine offizielle deutsche Statistik zu Website-Preisen gibt. Alle Spannen beruhen auf veröffentlichten Preisen von Agenturen und Freelancern und sind nur zur Orientierung gedacht.
Ist ein Onepager immer günstiger?
Meist ja, weil weniger Seiten zu planen, zu texten und zu gestalten sind. Für die Suche ist ein Onepager aber oft eine Schwäche: Jede Leistung, die gefunden werden soll, braucht eigentlich eine eigene Seite. Billiger am Anfang heißt dann manchmal teurer beim Umbau.
Muss ich Texte und Fotos selbst liefern?
Das klärst du vorher im Angebot. Manche Preise enthalten nur Gestaltung und Technik, Texte und Bilder liefert der Kunde. Wenn Texte dabei sind, frag, ob sie für die Suche geschrieben werden und wie viele Seiten das umfasst.
Was kostet eine Website mit 10 Seiten?
Laut der Marktübersicht von Sellwerk liegen Freelancer für 3 bis 10 Seiten grob bei 800 bis 5.000 Euro netto, kleine Agenturen für 5 bis 10 Seiten bei 2.500 bis 8.000 Euro. Wo du in der Spanne landest, hängt vor allem von Texten, Design und Funktionen ab. Eine offizielle Statistik gibt es nicht.
Was kostet eine Website monatlich?
Für Hosting, Domain, Wartung und Lizenzen nennt Sellwerk typisch 50 bis 250 Euro im Monat. Shared Hosting allein liegt dort bei 5 bis 15 Euro im Monat, eine .de-Domain bei etwa 5 bis 20 Euro im Jahr. Was bei dir anfällt, hängt vor allem davon ab, ob jemand Updates und Sicherungen für dich übernimmt.
Was ist der Unterschied zwischen Homepage und Website?
Genau genommen ist die Homepage nur die Startseite, die Website ist der ganze Auftritt mit allen Unterseiten. Im Alltag werden beide Wörter meist gleich verwendet. Wenn ein Angebot von einer „Homepage“ spricht, frag nach, wie viele Seiten wirklich drin sind.
Kann man als Laie eine Website erstellen?
Ja, mit einem Baukasten geht das auch ohne Vorkenntnisse. Plan aber Zeit für Texte, Fotos, Impressum und Datenschutzerklärung ein, denn die Pflichtangaben gelten auch für selbst gebaute Seiten. Schwieriger wird es bei sauberer Technik für Google und bei der laufenden Pflege.
Quellen
- Sellwerk: Was kostet eine Website für KMU? (Artikel vom 17.08.2026, Preisspannen netto) (Stand 2026-10-29)
- EXPERTE.de: Homepage erstellen lassen (Spannen Freelancer und Agentur, Stundensätze) (Stand 2026-10-29)
- Digitale-Dienste-Gesetz (DDG) § 5: Allgemeine Informationspflichten (Impressum) (Stand 2026-10-29)
- DataForSEO, Google Ads Suchvolumen Deutschland (Abruf Oktober 2026, Projektdatei volume.json) (Stand 2026-10-29)