Ratgeber · WordPress

Elementor oder Breakdance: Was ist besser für deine Seite?

Elementor ist der bekannteste Pagebuilder für WordPress, Breakdance ein jüngerer Herausforderer. Ich baue neue Seiten mit Breakdance und pflege in der Wartung auch Elementor-Seiten. Hier ist der Vergleich mit aktuellen Preisen und ehrlich, wann welcher Builder passt.

Laut DataForSEO (Google Ads, Deutschland, Oktober 2026) suchen rund 2.400 Menschen im Monat nach „Elementor Pro“. Hier geht es um zwei Fragen: Was kostet Elementor Pro im Vergleich zu Breakdance? Und ist Breakdance eine gute Elementor-Alternative für dich?

Kurz zu meiner Sicht

Ich habe Websites mit Elementor, Beaver Builder, Bricks, Oxygen, Thrive Architect, Betheme und Bridge gebaut. Mit WordPress und Pagebuildern habe ich über zehn Jahre gearbeitet, zuletzt vor allem mit Breakdance. Neue Seiten baue ich heute in reinem HTML, die Gründe stehen unter HTML statt WordPress. Solche Seiten sind deutlich sicherer als WordPress, weil es kein System mit Plugins gibt, das Updates braucht und angegriffen werden kann. Wenn du trotzdem WordPress willst, baue ich dir die Seite auch damit, und bei der Wahl des Pagebuilders berate ich dich gern.

Ich habe also eine Meinung. Ich versuche trotzdem, beide Pagebuilder fair darzustellen.

Was ein Pagebuilder überhaupt ist

Ein Pagebuilder ist ein Plugin für WordPress, mit dem du Seiten per Ziehen und Ablegen gestaltest, statt Code zu schreiben. Du siehst beim Bearbeiten ungefähr, wie die Seite später aussieht.

Elementor und Breakdance machen im Kern dasselbe. Beide gestalten nicht nur einzelne Inhaltsseiten, sondern auch Kopfbereich, Fußbereich und Vorlagen für Beiträge. Bei Elementor ist dafür der Theme Builder aus der Pro-Version nötig. Damit ersetzen beide einen großen Teil des Themes.

Elementor Pro Kosten und Breakdance-Preise im Vergleich

Die Preise habe ich am 29.10.2026 direkt auf den Seiten der Hersteller geprüft. Elementor zeigt die Preise in Euro, Breakdance in US-Dollar. Ob Umsatzsteuer dazukommt, hängt vom Land und vom Kauf ab.

Elementor

Den Elementor-Editor gibt es kostenlos auf wordpress.org. Laut Pluginverzeichnis hat er mehr als 10 Millionen aktive Installationen.

TarifPreis laut ElementorWebsitesHinweis
Essential60 Euro im Jahr1ohne Popup-Builder, eigenen Code und Shop-Funktionen
Advanced Solo84 Euro im Jahr1mit Popups, eigenem Code, Shop-Funktionen
Advanced108 Euro im Jahr3wie Advanced Solo
One180 Euro im ersten Jahr, danach 228 Euro1mit Zusatzdiensten über ein monatliches Guthaben

Quelle: Elementor-Preisseite. Für die Jahrestarife gibt Elementor eine Geld-zurück-Garantie von 30 Tagen an.

Breakdance

TarifPreis laut BreakdanceWebsitesHinweis
Free0 US-Dollarunbegrenzt80 Elemente, Grundfunktionen
Pro99,99 US-Dollar im Jahr1145 Elemente, alle Pro-Funktionen
Pro199,99 US-Dollar im Jahrunbegrenztlaut Seite bald 399,99 US-Dollar

Quelle: Breakdance-Preisseite. Breakdance gibt 60 Tage Geld-zurück-Garantie an und schreibt, dass Kunden für Seiten, die du für sie baust, keine eigene Lizenz brauchen.

Was das für dich heißt

Für eine einzelne Firmenwebsite ist Elementor im Einstieg günstiger. Für jemanden, der viele Seiten baut, ist der unbegrenzte Breakdance-Tarif interessant. Als Inhaber einer kleinen Firma zahlst du die Lizenz oft gar nicht selbst, sondern sie läuft über den Dienstleister. Frag dann, was passiert, wenn ihr euch trennt.

Bedienung im Alltag

Elementor ist für viele der Einstieg in WordPress. Durch die Verbreitung gibt es sehr viele Anleitungen, Vorlagen, Erweiterungen und Leute, die sich damit auskennen. Wenn du selbst Texte ändern willst und mal Hilfe brauchst, findest du sie schnell.

Mit Version 4 hat Elementor den Editor stark umgebaut und nennt ihn „Atomic Editor“. In den Bewertungen auf wordpress.org gibt es dazu auch Kritik, etwa dass man sich neu einarbeiten muss. Wer eine ältere Seite pflegt, sollte Updates deshalb erst auf einer Testkopie prüfen.

Breakdance hat eine kleinere Gemeinschaft. Laut eigener Angabe nutzen es mehr als 100.000 Menschen. Es gibt weniger fertige Erweiterungen von Drittanbietern, dafür bringt Breakdance viele Funktionen selbst mit, etwa Formulare und Popups.

Für Laien sind beide machbar. Für die tägliche Pflege, also Text tauschen, Foto ersetzen, Öffnungszeiten ändern, merkst du kaum einen Unterschied.

Ladezeit: was man ehrlich sagen kann

Hier wird viel behauptet, oft ohne Messung. Ich halte mich an das, was sich sagen lässt:

  • Jeder Pagebuilder erzeugt zusätzlichen Code gegenüber einer von Hand geschriebenen Seite. Wie viel, hängt stark vom Aufbau ab.
  • Elementor nennt auf wordpress.org unter anderem weniger verschachteltes HTML, verzögertes Laden und das Laden von Dateien nur bei Bedarf.
  • In der Praxis bremsen meist andere Dinge: zu große Bilder, viele Plugins, eingebundene Schriften, Tracking-Skripte, schwaches Hosting, Slider und Animationen.

Eine sauber gebaute Elementor-Seite kann schneller sein als eine überladene Breakdance-Seite, und umgekehrt. Deshalb: Miss deine eigene Seite mit PageSpeed Insights und schau auf die Werte echter Besucher. Was die Messwerte bedeuten, steht im Ratgeber Core Web Vitals.

SEO: Builder egal, Aufbau entscheidend

Google rankt keine Pagebuilder. Google bewertet die fertige Seite. Mit beiden Buildern kannst du saubere Überschriften, gute Seitentitel, schnelle Seiten und strukturierte Daten umsetzen. Mit beiden kannst du es auch falsch machen.

Typische Builder-Fehler, die ich bei Prüfungen sehe:

  • Überschriften nach Optik gewählt statt nach Gliederung, also drei H1 auf einer Seite
  • Texte als Bild oder in Slidern versteckt
  • riesige Hintergrundvideos auf der Startseite
  • viele Erweiterungen für Dinge, die der Builder schon kann

Wie ich WordPress-Seiten für Google aufstelle, egal mit welchem Builder, steht unter WordPress-SEO.

Wann welcher Builder passt

Elementor passt eher, wenn:

  • deine Seite schon mit Elementor läuft und gut funktioniert
  • du selbst viel ändern willst und Anleitungen und Hilfe schnell finden möchtest
  • du eine Erweiterung brauchst, die es nur für Elementor gibt
  • du nur eine einzige Seite betreibst und der Einstiegspreis zählt

Breakdance passt eher, wenn:

  • ohnehin ein Neubau oder Redesign ansteht
  • du möglichst viele Funktionen aus einer Hand willst
  • ein Dienstleister die Seite für dich baut und pflegt und mit Breakdance arbeitet

Nicht wechseln solltest du, nur weil jemand sagt, der andere Builder sei schneller. Ein Wechsel heißt: jede Seite neu bauen. Das lohnt sich nur zusammen mit einer echten Erneuerung.

Typische Fehler bei der Entscheidung

  • Nach Lizenzpreis entscheiden. Der Unterschied von ein paar Dutzend Euro im Jahr ist klein gegen die Stunden, die Aufbau und Pflege kosten.
  • Builder wechseln statt Ursachen beheben. Oft liegt die Ladezeit an Bildern und Plugins, nicht am Builder.
  • Lizenz auf den Dienstleister ohne Absprache. Kläre, ob die Seite weiterläuft, wenn die Lizenz des Dienstleisters endet.
  • Updates ohne Test. Große Versionssprünge erst auf einer Testkopie einspielen.

Wenn du eine neue Seite planst, findest du meinen Ablauf unter Webdesign. Wenn deine bestehende Seite einfach laufen soll, sicher und aktuell, ist die WordPress-Wartung der richtige Einstieg.

Häufige Fragen

Kann ich eine Elementor-Seite einfach auf Breakdance umstellen?

Nicht per Knopfdruck. Die Layouts speichert jeder Builder in seinem eigenen Format. Beim Wechsel wird jede Seite neu aufgebaut, die Texte und Bilder kannst du übernehmen. Das ist im Kern ein Redesign und lohnt sich meist nur, wenn die Seite ohnehin erneuert werden soll.

Reicht die kostenlose Version?

Für einfache Seiten oft ja. Elementor bietet den Editor kostenlos auf wordpress.org an, Breakdance hat einen Gratis-Tarif für unbegrenzt viele Websites mit 80 Elementen. Bei Elementor brauchst du für eigene Kopf- und Fußbereiche, Formulare und dynamische Inhalte die Pro-Version. Breakdance Free hat Formulare, Popups und dynamische Daten in einer Grundversion, den vollen Umfang gibt es mit Pro.

Muss mein Kunde eine eigene Breakdance-Lizenz kaufen?

Laut Breakdance-Preisseite nicht: Wer Kundenseiten damit baut, braucht keine Lizenz pro Kunde. Lokale, Staging- und Entwicklungsinstallationen zählen beim 1-Website-Tarif ebenfalls nicht mit. Prüf die Bedingungen trotzdem vor dem Kauf, sie können sich ändern.

Was kostet Elementor Pro?

Laut Preisseite von Elementor beginnt Pro mit dem Tarif Essential bei 60 Euro im Jahr für eine Website. Advanced Solo kostet 84 Euro, Advanced für drei Websites 108 Euro im Jahr. Tarife ändern sich öfter, prüf die Preise deshalb vor dem Kauf auf der Preisseite.

Welche Alternativen zu Elementor gibt es?

Neben Breakdance gibt es unter anderem Bricks, Oxygen, Beaver Builder und den Block-Editor, der in WordPress schon eingebaut ist. Ich habe mit mehreren davon gearbeitet und setze heute vor allem auf Breakdance. Welcher passt, hängt davon ab, wer die Seite später pflegt und wie viel Gestaltungsfreiheit du brauchst.

Ist Breakdance besser für SEO als Elementor?

Nicht automatisch. Für Google zählen saubere Überschriften, gute Texte, schnelle Ladezeit und eine klare Struktur, und das geht mit beiden Buildern. Mit beiden kann eine Seite schlank oder überladen werden, das entscheidet der Aufbau. Messen kannst du das mit PageSpeed Insights.

Quellen

  1. Elementor: Preise (Website Builder Pricing, jährliche Abrechnung) (Stand 2026-10-29)
  2. WordPress.org: Elementor Website Builder (Version 4.3.5, 10+ Mio. aktive Installationen) (Stand 2026-10-29)
  3. Breakdance: Pricing (Free, Pro 1 Website, Pro unbegrenzt) (Stand 2026-10-29)
  4. PageSpeed Insights (Stand 2026-10-29)
  5. DataForSEO, Google Ads Suchvolumen Deutschland (Abruf Oktober 2026, Projektdatei volume.json) (Stand 2026-10-29)