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SEO-Agentur oder Freelancer: Was passt zu dir?

Ich bin selbst Freelancer, deshalb versuche ich hier besonders fair zu sein. Du bekommst einen Vergleich nach Kosten, Ansprechpartner, Tempo und Risiko und acht Fragen, mit denen du jedes Angebot prüfen kannst.

SEO-Agentur oder Freelancer? Die Frage stellen sich viele kleine Firmen, bevor sie überhaupt ein Angebot einholen. Vorweg, damit du es einordnen kannst: Ich arbeite selbst als Freelancer. Ich versuche trotzdem, beide Seiten ehrlich zu beschreiben, auch da, wo eine Agentur besser passt.

SEO-Agentur oder Freelancer: der Vergleich

KriteriumFreelancerAgentur
Ansprechpartnermeist dieselbe Person, die auch arbeitetoft Projektleitung plus Fachleute im Hintergrund
Stundensatzlaut Ahrefs meist 80–120 €, Median laut freelancermap 80 €laut Ahrefs meist 100–180 €
Monatliche Betreuunglaut techsy.io 400–1.000 €laut techsy.io 800–2.000 € (klein), 2.000–4.500 € (mittel)
Abstimmungkurze Wege, schnelle Entscheidungenmehr Abstimmung, dafür feste Abläufe
Urlaub, Krankheithängt an einer Person, Vertretung vorher klärenmeist im Team aufgefangen
BreiteSchwerpunkt auf wenigen Fachgebietenviele Fachgebiete unter einem Dach
Große Mengenbegrenzt durch eine PersonTexte und Seiten in großer Zahl möglich

Die Preise stammen aus den Quellen unten, nicht aus meiner Kalkulation. Sie zeigen vor allem eines: Die Spannen überschneiden sich. Eine kleine Agentur kann günstiger sein als ein gefragter Freelancer.

Wann ein Freelancer besser passt

  • Du hast eine überschaubare Website, etwa 10 bis 50 Seiten, und willst lokal gefunden werden.
  • Du willst mit der Person sprechen, die auch an deiner Seite arbeitet.
  • Du brauchst ein klar umrissenes Projekt: einen Check, ein Audit, einen Relaunch, ein Google-Profil.
  • Du willst schnell entscheiden, ohne Termine mit drei Beteiligten.

Ein typisches Beispiel ist eine Steuerkanzlei mit fünf Leistungsseiten, die in ihrer Stadt besser gefunden werden will. Dort geht es um saubere Technik, klare Texte und ein gepflegtes Google-Profil. Das braucht Sorgfalt, aber kein großes Team.

Der Nachteil ist ehrlich gesagt die Abhängigkeit von einer Person. Wenn dein Freelancer krank ist oder Urlaub hat, wartet die Arbeit. Bei SEO ist das meist kein Drama, weil selten etwas an einem einzelnen Tag hängt. Klär es trotzdem vorher.

Wann eine Agentur besser passt

  • Du brauchst viele Disziplinen gleichzeitig, etwa SEO, Werbung, Social Media, Pressearbeit und Fotografie.
  • Deine Website ist sehr groß oder in mehreren Sprachen und braucht regelmäßig viele neue Inhalte.
  • Die Arbeit darf auf keinen Fall an einer einzelnen Person hängen.
  • Du willst Leistungen, die ein bestimmter Freelancer nicht anbietet. Bei mir ist das zum Beispiel Linkaufbau.

Ein Beispiel wäre ein Betrieb mit mehreren Standorten, eigenem Onlineshop und laufenden Kampagnen in mehreren Kanälen. Dann ist es oft einfacher, wenn eine Stelle alles zusammenhält.

Der Nachteil: Du hast häufiger wechselnde Ansprechpartner, und ein Teil des Preises geht in Organisation und Abstimmung. Das ist nicht schlecht, solange du weißt, wofür du zahlst.

Was in jedem guten Angebot stehen sollte

Egal ob Agentur oder Freelancer, ein Angebot sollte diese Punkte enthalten:

  • eine Liste der Aufgaben, nicht nur ein Oberbegriff wie „SEO-Betreuung“
  • den Zeitraum und was in welchem Monat passiert
  • den Preis und ob er netto oder brutto gemeint ist
  • Laufzeit, Kündigungsfrist und was du bei Kündigung bekommst
  • wer deine Ansprechperson ist und wie du sie erreichst
  • woran am Ende gemessen wird, ob es sich gelohnt hat

Fehlt einer dieser Punkte, frag nach. Ein seriöser Anbieter ergänzt das gern schriftlich.

Zwei Annahmen, die oft nicht stimmen

„Eine Agentur ist immer teurer.“ Laut den Marktübersichten überschneiden sich die Preise. Entscheidend ist, wie viele Stunden im Angebot stecken und wer sie leistet.

„Ein Freelancer ist ein Risiko.“ Das Risiko hängt weniger an der Größe als an den Zugängen. Wenn Search Console, Google-Profil und Website dir gehören, kannst du jederzeit wechseln. Das gilt bei Agenturen genauso.

8 Fragen, mit denen du jedes Angebot prüfst

Google selbst nennt auf der Seite „Do you need an SEO?“ Fragen, die du einem Anbieter stellen solltest. Ich habe sie für kleine Firmen zugespitzt.

  1. Wer arbeitet konkret an meiner Website? Name und Rolle, nicht nur „unser Team“.
  2. Was passiert im ersten Monat, Schritt für Schritt? Eine klare Antwort zeigt, dass jemand einen Plan hat.
  3. Woran wird Erfolg gemessen, und wie oft bekomme ich einen Bericht? Gute Antworten nennen Anfragen, Klicks aus der Suche und Sichtbarkeit für deine wichtigsten Leistungen.
  4. Hältst du dich an Googles Search Essentials? Das sind Googles Grundregeln für Websites. Die Antwort sollte ohne Zögern „ja“ sein.
  5. Erklärst du mir jede Änderung an meiner Seite? Laut Google solltest du alle Änderungen und die Gründe dafür erfahren.
  6. Wem gehören Texte, Zugänge und Daten? Die Antwort muss lauten: dir.
  7. Wie lange läuft der Vertrag, und wie komme ich raus? Frag nach Kündigungsfrist und danach, was bei einer Kündigung übergeben wird.
  8. Was machst du ausdrücklich nicht? Wer gekaufte Links anbietet, verstößt gegen Googles Spam-Richtlinien. Ein seriöser Anbieter sagt dir auch, wofür du ihn nicht brauchst.

Ein Tipp von Google selbst: Wenn jemand für ein Audit Zugang zur Search Console will, gib anfangs nur Leserechte.

Warnsignale, egal ob Agentur oder Freelancer

  • Garantierte Platzierungen. Laut Google kann niemand Platz 1 garantieren.
  • „Besondere Beziehung zu Google“ oder „bevorzugte Anmeldung“. Auch davor warnt Google ausdrücklich.
  • Geheimniskrämerei. Wenn jemand nicht erklären will, was er tut, ist das laut Google ein Grund zur Vorsicht.
  • Unaufgeforderte E-Mails mit Alarmstimmung. Google rät, solche Angebote mit derselben Skepsis zu lesen wie Spam.
  • Preise ohne Leistungsliste. Was die üblichen Preisrahmen sind, steht im Ratgeber Was kostet SEO.

Wie ich arbeite

Ich bin Kevin Coo, SEO-Freelancer aus Bietigheim-Bissingen. Ich arbeite komplett remote, per Video, Telefon und E-Mail. Mein Schwerpunkt sind WordPress-Websites, vor allem mit dem Pagebuilder Breakdance. Mehr über mich steht auf Über mich.

Du sprichst bei mir mit der Person, die auch an deiner Seite arbeitet. Bei Urlaub oder Krankheit ist die Vertretung durch Mitarbeiter gesichert.

Wenn du wissen willst, wo deine Seite steht, bevor du dich für irgendwen entscheidest: Das SEO-Audit gibt dir eine Prioritätenliste, mit der du auch Angebote anderer Anbieter besser vergleichen kannst.

Häufige Fragen

Kann ich mit einem Freelancer anfangen und später zu einer Agentur wechseln?

Ja, wenn die Zugänge von Anfang an bei dir liegen. Dann nimmst du Search Console, Google-Profil, Website und Texte einfach mit. Schwierig wird ein Wechsel nur, wenn alles im Konto des Dienstleisters liegt.

Muss mein SEO-Anbieter aus meiner Stadt kommen?

Nein. Für die Arbeit an Website und Google-Profil braucht es keinen Termin vor Ort. Wichtig ist, dass dein Anbieter deinen Markt versteht und sich die Suche in deiner Region anschaut. Ich arbeite zum Beispiel komplett remote.

Sollte ich mehrere Angebote einholen?

Ja, zwei bis drei sind sinnvoll. Stell allen dieselben acht Fragen aus diesem Artikel. Dann siehst du schnell, wer konkret antwortet und wer nur allgemein bleibt.

Was kostet ein SEO-Freelancer pro Stunde?

Laut freelancermap verlangen SEO-Freelancer im deutschsprachigen Raum im Median 80 Euro pro Stunde, die mittlere Hälfte liegt zwischen 60 und 100 Euro. Das sind Angebotspreise aus Profilen, keine verhandelten Honorare. Weitere Marktzahlen stehen im Ratgeber Was kostet SEO?.

Woran erkenne ich einen unseriösen SEO-Anbieter?

Google warnt vor Anbietern, die Platz 1 garantieren, eine besondere Beziehung zu Google behaupten oder nicht erklären wollen, was sie tun. Vorsicht auch bei unaufgeforderten E-Mails mit Alarmstimmung und bei Preisen ohne Leistungsliste. Seriöse Anbieter sagen dir, was sie konkret machen und was nicht.

Quellen

  1. Google Search Central: Do you need an SEO? (aktualisiert 05.06.2026) (Stand 2026-10-29)
  2. Google Search Central: Spam-Richtlinien (Link-Spam) (Stand 2026-10-29)
  3. freelancermap: Was kostet ein SEO-Freelancer? Preise und Stundensätze 2026 (28.09.2026) (Stand 2026-10-29)
  4. Ahrefs: SEO-Kosten (27.07.2026) (Stand 2026-10-29)
  5. techsy.io: Traditionelle SEO-Agentur vs. KI (aktualisiert 21.10.2026) (Stand 2026-10-29)